AutismusZentrum

Willkommen im AutismusZentrum des CWW Paderborn

Sie möchten mehr darüber wissen, wer wir sind, was wir tun und wo Sie uns finden? Hier erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen:

Wer sind wir?

Das AutismusZentrum ist eine ambulante Facheinrichtung, die sich regional venetzt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Autismus-Spektrum einsetzt. Die spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten eine ganzheitliche autismusspezifische Förderung an den Standorten Paderborn und Warburg. Eltern und weitere Bezugspersonen erhalten Beratung und Unterstützung.

Fachliche Anfragen beantwortet

  • Katharina Rickert
    AutismusZentrum | Teamleitung
    Fachbereich Gesundheit
    Caritas Wohnen im Erzbistum Paderborn gGmbH

    Merschweg 1a
    33104 Paderborn
  • Leonie Bajohr
    AutismusZentrum | stv. Teamleitung
    Fachbereich Gesundheit
    Caritas Wohnen im Erzbistum Paderborn gGmbH

    Merschweg 1 a
    33104 Paderborn

Was ist Autismus?

Die Formen des Autismus sind vielfältig und so unterschiedlich sind auch die Menschen im Autismus-Spektrum mit ihren individuellen Stärken, Schwierigkeiten und Bedürfnissen.

Ein Leben im Autismus-Spektrum prägt die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Die Gefühlswelt anderer Menschen zu verstehen, Gesichtsausdrücke zu lesen und angemessen mit anderen in Kontakt zu treten, fällt schwer..

Manchmal ist die Entwicklung der Sprache verzögert oder bleibt ganz aus. Am Spiel mit Gleichaltrigen besteht nur wenig Interesse. Bevorzugt finden Beschäftigungen alleine und mit immer wiederkehrenden Themen oder Abläufen statt. Neue Situationen können überfordern und sogar Ängste auslösen. Darum werden sie abgewehrt.

Abwehrhandlungen können Rückzug, aber auch fremdverletzende oder selbstverletzende Verhaltensweisen sein. Dem gegenüber steht mitunter ein hohes Fachwissen im Bereich der eigenen Spezialinteressen. Auch ist die visuelle Merkfähigkeit oft sehr gut und kleinste Details werden wahrgenommen.

 

Wie kann Autismus festgestellt werden?

Erste Auffälligkeiten in der Kommunikation zeigen sich häufig bereits im Säuglingsalter. Fehlendes "Babbeln" oder das Ausbleiben von Gesten im Alter von 12 Monaten sollten ebenso wie fehlendes Interesse am Spiel mit anderen Kindern, auffällige motorischen Ungeschicklichkeiten oder stark eingeschränkte Interessen und Aktivitäten kinderärztlich abgeklärt werden.

Grundsätzlich sollte die Entwicklung des Kindes über die Vorsorgetermine hinaus im Auge behalten und  gegebenenfalls zu spezialisierten Ärzten (zum  Beispiel im sozialpädiatrischen Zentrum) überwiesen werden.

Um die entsprechende Hilfe und Unterstützung für das Kind zu erhalten, ist ein fachärztliches Gutachten vom Kinder- und Jugendpsychiater zwingend erforderlich. Auch für die Förderung und Beratung im AutismusZentrum ist dieses notwendig.

Bei Verdacht oder der Diagnose des Autismus-Spektrums stehen Betroffene und Angehörige vor großen Herausforderungen und offenen Fragen.

Wie findet Beratung statt?

Die Schwierigkeit, das eigene Kind zu verstehen, können ebenso wie enttäuschte Hoffnung, offene Fragen oder überhöhte Erwartungen an alle Beteiligten, Auslöser für schwere Krisen und große Ängste sein.

Um diesen zu begegnen und gemeinsam zu bearbeiten, bieten wir im Rahmen der autismusspezifischen Förderung immer auch die Beratung des sozialen Umfeldes an.

Was geschieht in der Förderung?

Nach einer anfänglichen Beobachtungsphase zum gegenseitigen Kennenlernen wird gemeinsam mit den Eltern, Kindern oder dem Jugendlichen und Erwachsenen selbst ein Förderplan mit Zielen aufgestellt.

Alle Beteiligten werden ermutigt, sich selbst besser kennenzulernen, zu verstehen und sich mit den individuellen Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Dabei findet zunächst eine Einzelförderung statt, an die bei Bedarf eine Kleingruppe anschließen kann.

Beziehungsaufbau, Kommunikation und Sprache werden ebenso gefördert wie soziale Kompetenzen und der Umgang mit Emotionen bei Angst, Frust, Stress oder Wut.

Ziel ist, Entwicklungsdefizite zu kompensieren und sich im häuslichen und schulischen Umfeld besser zurechzufinden. Jugendliche und junge Erwachsene werden besonders in ihren sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen gefördert, um ihnen ein möglichst hohes Maß an Selbständigkeit, sowie die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Wer übernimmt die Kosten?

Die entstehenden Kosten werden in der Regel vom Sozialamt oder dem Jugendamt übernommen, wenn dort mit unserer Unterstützung ein Antrag gestellt wurde. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Förderung selbst zu bezahlen.

Wo finden Sie uns?

In Paderborn

In Warburg

Wie ist das Leben mit Autismus?

Die achtteilige Serie des SZ Magazin "Es ist Liebe, nur anders" gewährt einen Blick in das Leben einer sechsköpfigen Familie, in der drei Mitglieder mehr oder weniger stark von Autismus betroffen sind.

Anschaulich schildert die Autorin, Ines Schipperges, die Höhen und Tiefen des alltäglichen Lebens und beleuchtet dabei besonders die Beziehung der Eltern.

Lesen Sie hier: Es ist Liebe, nur anders

Filme, die das Thema Autismus in unterschiedlicher Weise aufgreifen sind:

  • Rain Man, 1988
  • Snow Cake, 2005
  • Ben X, 2007
  • Adam – Eine Geschichte über zwei Fremde, 2009
  • Im Weltraum gibt`s keine Gefühle, 2012

Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Filme verschiedene Aspekte veranschaulichen, aber nicht immer die unterschiedlichen Formen und komplexen Herausforderungen des Autismus-Spektrums im Ganzen wiedergeben.

 

 


Besuchen Sie uns gerne in unserem AutismusZentrum

Headerfoto "Würfel": ©istock, www.fotogestoeber.de