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12.09. 2018 Eine News der Einrichtung: CWW Paderborn e. V.

Mit dem Bundesteilhabegesetz Zukunft gestalten

Mehr Selbstbestimmung, mehr Teilhabe, mehr Wunsch- und Wahlrecht - das sind wichtige Punkte, die das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) für Menschen mit Behinderung mit sich bringt. Doch wie werden diese Neuerungen von sozialen Unternehmen erfolgreich umgesetzt? Der CWW Paderborn informierte nun zum zweiten Mal im Rahmen eines Fachtages seine Mitarbeiter über die Veränderungen, Chancen und Risiken. Als Hauptreferentin konnte Janina Bessenich, Stellvertretende Geschäftsführerin und Justiziarin des Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. Berlin gewonnen werden.

"Es ist eine kleine Revolution in der Behindertenhilfe", so bezeichnete Karl-Heinz Vogt, Vorstandsvorsitzender des CWW Paderborn e. V., die Veränderungen, die auf alle Träger oder gesetzlichen Vertreter, die mit Menschen mit Behinderung zu tun haben, zukommen. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass durch die neu aufgestellten Organisationsstrukturen in den Geschäftsbereichen Werkstätten und Wohnen und die frühe Auseinandersetzung mit dem 600 Seiten umfassenden Gesetz, das Gesamtunternehmen für die Zukunft gerüstet ist.

Über 200 Mitarbeitende waren der Einladung zum Fachtag in die Aula des HPZ in Warburg gefolgt. Der Titel "Mit dem BTHG Zukunft gestalten" bestimmte das Programm des Tages. Der Kern des Gesetzes rückt den Menschen mit Behinderung als zahlenden Kunden für Teilhabe-Dienstleistungen in den Fokus. Dabei stehen seine Bedürfnisse im Mittelpunkt, seine Wunsch- und Wahlmöglichkeiten werden individuell gestärkt. Die künftige Bedarfsermittlung erfolgt auf der Basis einer internationalen Qualifizierung (ICF) der Weltgesundheitsorganisation. Träger der Behindertenhilfe oder gesetzliche Vertreter müssen sich auf diesen Wechsel einstellen. Nachmittags beleuchteten die Teilnehmer der Veranstaltung  in kleinen Workshop-Gruppen aus verschiedenen Perspektiven das BTHG.  

Als Hauptreferentin konnte Janina Bessenich, Stellvertretende Geschäftsführerin und Justiziarin des Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. gewonnen werden. Sie führte mit einem Impulsvortrag ins Thema ein und beleuchtete vor allem die Neuerungen des Gesetzes. Sie machte darauf aufmerksam, den Bedarf der Kunden so zu beschreiben, dass ggf. eine Leistung der Teilhabe als auch  der Pflege nötig ist, die die Träger und deren Mitarbeiter erfüllen.

Bessenich verbindet viel mit dem Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum St. Laurentius-Warburg. Sie war als studierte Juristin in der Zeit von 2007 bis 2011 im HPZ tätig, zunächst als Qualitätsbeauftragte, später als Einrichtungsleitung.

v. l.: Karla Bredenbals, Personal- und Organisationsentwicklung Caritas Werkstätten, Karl-Heinz Vogt, Vorstandsvorsitzender CWW Paderborn, Janina Bessenich, Stellvertretende Geschäftsführerin und Justiziarin des CBP e. V. , Bettina Weinberg, Personal- und Organisationsentwicklung Caritas Wohnen.