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18.12. 2020 Eine News der Einrichtung: CWW Paderborn e. V.

Das Impfen beginnt

Es ist fast wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Ab dem 27.12.2020 sollen die 121 Bewohner des Seniorencentrums St. Johannes in Schloß-Holte Stukenbrock geimpft werden. Das hat der Leiter des Impfzentrums im Kreis Gütersloh der Einrichtung nun mitgeteilt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Damit wäre das Seniorencentrum eine der ersten Caritas-Einrichtungen im Erzbistum Paderborn, das die Schutz-Impfung bei der älteren Risikogruppe und dem Pflegepersonal durchführt. 

Von diesem Anruf war Einrichtungsleiter Bernd Zilger wirklich überrascht. Dr. Heinrich Michael Hanraths, der Leiter des Impfzentrums Gütersloh von der Kassenärztlichen Vereinigung klingelte an und fragte, wie viele Impfdosen das Seniorencentrum benötigt. Die Impfung sei für den 27. Dezember angesetzt. Jetzt werden Gespräche mit den Bewohnern geführt und alle organisatorischen Vorbereitungen in der Senioreneinrichtung getroffen. 

Derzeit schreibt die Einrichtung alle Angehörigen der 121 Bewohner an, um das Interesse und die Einverständniserklärung für die Schutz-Impfung einzuholen. Dieses Prozedere muss auch bei der Mitarbeiterschaft durchgeführt werden. Und dann steht die Einrichtung noch vor anderen Herausforderungen: Wer vom Personal ist an dem Sonntag nach Weihnachten überhaupt im Dienst und wer im Urlaub? 

"Ich freue mich sehr, dass wir eine der ersten Einrichtungen der Altenhilfe sind, die die Schutz-Impfung anbieten und durchführen können. Wir werden alles Mögliche tun, um die Bewohner und das Personal an diesem Tag impfen zu können", berichtet Einrichtungsleiter Bernd Zilger. Noch ist die Frage der Lagerung des Impfstoffes und dessen Vorbereitung für die Impfung unklar. Zilger weiß nicht, ob er sich um Trockeneis kümmern oder einen Kühlschrank zur Verfügung stellen muss. Auch eine Medizinisch-Technische-Assistenz sollte die Einrichtung nach Angaben der Behörden zur Verfügung stellen. Der Betriebsarzt Dr. Alfred Stroband aus Bad Lippspringe hat bereits kurzfristig zugesagt, die Impfungen durchzuführen. 

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen werden die Bewohner in ihren Einzelzimmern geimpft. Für das Personal steht der Gymnastikraum zur Verfügung, weil nach der Impfung eine 30minütige Ruhezeit vorgeschrieben ist, wenn es zu Nebenwirkungen kommen sollte. Bernd Zilger ist optimistisch hat aber auch gleichzeitig Sorge: "Was passiert in diesen 30 Minuten, wenn die Pflegekräfte nach der Impfung nicht arbeiten können und die Bewohner versorgt werden müssen? Das Wohl der Bewohner liegt uns am Herzen." 

Der heiß erwartete Corona-Impfstoff ist für die Risikogruppe der älteren Bevölkerung ein Segen und alle Verantwortlichen in der Pflege können es nach den Anstrengungen der letzten Wochen und Monate kaum fassen, dass es nun endlich so weit ist. Der Schutz der Bewohner hat oberste Priorität. Weil Weihnachten ist, hat Zilger in diesem Zusammenhang einen sehnlichen Wunsch: "Etwas mehr Vorlauf, um Vorgaben in der Pflege qualitativ noch besser umsetzen zu können, das wünschen sich unsere Caritas-Einrichtungen von zukünftig Entscheidungen der Politik."