Inklusion auf dem Golfplatz
Inklusion auf dem Golfplatz
Paderborn. Der neu entstehende 18-Loch-Golfplatz auf der Haxterhöhe in Paderborn ist seit dem 1. April Arbeitsplatz für Menschen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung. Acht Beschäftigte der Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn (CWW) werden dort zum
Greenkeeper ausgebildet, zwei für die Gastronomie. Der CWW und die gemeinnützige Haxterpark GmbH in Paderborn arbeiten zusammen, um acht Beschäftigten der Schlosswerkstätten in Schloß Neuhaus und zwei der Werkstätten St. Nikolaus in Warburg eine neue berufliche Perspektive zu eröffnen. „Ziel ist es, die Teilnehmer mit dem einjährigen Projekt für ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vorzubereiten“, sagte Klaus-Heiner Kaufmann, Geschäftsführer des Bereichs Werkstätten im CWW.
„Golf eignet sich ausgezeichnet, um Menschen mit Förderhintergrund einzubeziehen und ihnen Selbstvertrauen zu vermitteln“, erklärte Haxterpark-Geschäftsführer Helmut Böhmer. „Gerade Greenkeeper bekommen von Golfspielern viel offene Anerkennung.“ Andererseits seien auch viele Menschen mit Behinderung besonders offen und freundlich und daher gut in diesem Bereich einsetzbar. Aufgabe der Greenkeeper ist die tägliche Pflege des Grüns zur Sicherung eines hohen Standards auf den beiden 18- und 9-Loch-Anlagen der Haxterpark GmbH. Zur Unterstützung der Werkstatt-Beschäftigten wurde eine Fachkraft zur Anleitung des Greenkeepings angestellt. Finanziert wird das Projekt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).
Das Golfplatz-Ausbildungsprojekt zur Inklusion von Menschen mit Behinderung sorge für einen „geschützten Rahmen zum gegenseitigen Kennenlernen von Arbeitgeber und Teilnehmern“, sagte die Integrationsassistentin der Caritas Werkstätten für die Region Paderborn, Birgit Doll. Es ermögliche wertvolle Arbeitserfahrungen, ohne die Teilnehmer dem hohen Druck des Arbeitsmarktes auszusetzen. „Werkstatt-Beschäftigte brauchen Stabilität und vertrauensvolle Begleitung bei der Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, das ist meist ein langer Weg.“ Auf diesem werden die Beschäftigten von den pädagogischen Fachkräften der Caritas Werkstätten individuell begleitet und gefördert. Begleitend dazu erhalten die Beschäftigten von Haxterpark-Mitarbeitern ein therapeutisches Golftraining.
Für die gemeinnützige Haxterpark GmbH ist die Inklusion behinderter Menschen in Sport und Arbeit ein zentrales Anliegen. Schon vor Start des Projekts mit den Caritas Werkstätten waren mehr als die Hälfte der Angestellten Menschen mit Schwerbehinderung. Bei der Anlage des neuen Golfplatzes sowie dem Betrieb des geplanten Gesundheits- und Therapiezentrums mit dem Angebot vier weitererer Sportarten stehen zudem Nachhaltigkeit und die Einhaltung hoher ökologischer Standards im Vordergrund, betonte Geschäftsführer Helmut Böhmer.
Foto oben: Greenkeeper Philipp Mattmüller (rechts) mit Teilnehmern des Inklusionsprojekts von Caritas Werkstätten und gemeinnütziger Haxterpark GmbH in Paderborn. Die Teilnehmer werden als Greenkeeper sowie in der Gastronomie ausgebildet.

Arbeiten zusammen, um Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen eine berufliche Qualifikation zu ermöglichen (von links): Nha Cao (LWL-Integrationsamt Westfalen), Cornelia Göstenkors (Integrationsfachdienst Paderborn-Höxter), Birgit Doll (Integrationsassistentin Schlosswerkstätten), Jürgen Mathieu (Werkstattleiter Schlosswerkstätten), Klaus-Heiner Kaufmann (Geschäftsführer des Bereichs Werkstätten der Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn), Michael Große-Drenkpohl (LWL-Integrationsamt Westfalen) und Helmut Böhmer (Geschäftsführer gem. Haxterpark GmbH).
Mehr Fotos vom Pressetermin zur Vorstellung des Projekts sehen Sie unten in der Bildergalerie. Medienberichte über das Projekt finden Sie in unserem Pressespiegel.

