AutismusZentrum

Willkommen im AutismusZentrum des CWW Paderborn

Sie möchten mehr darüber wissen, wer wir sind, was wir tun und wo Sie uns finden? Hier erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen:

Wer sind wir?

Das AutismusZentrum CWW Paderborn setzt sich regional vernetzt für Kinder und Jugendliche mit einer Störung aus dem Autismusspektrum ein. Die spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten eine ganzheitliche autismusspezifische Förderung an den Standorten Paderborn und Warburg an. Eltern und weitere Bezugspersonen erhalten Beratung und Unterstützung.

Unseren Flyer finden Sie hier

Ihre Ansprechpartner sind

  • Dr. Christian Hülsken
    Leitung
    AutismusZentrum

    Merschweg 1a
    33104 Paderborn
    • 05254 99 60 34
    • 05254 99 60 80
  • Julia Düsenberg
    Stellvertretende Leitung
    AutismusZentrum

    Merschweg 1a
    33104 Paderborn
    • 05254 99 60 34
    • 05254 99 60 80

Was ist Autismus?

Ein Kind sortiert bunte Steine nach Farben.
Wir erklären Ihnen die Bedeutung des Autismus.
Kinderfüße und erwachsene Füße begegnen sich auf einem Balken. Kinderfüße ziehen sich zurück.
Und wir zeigen Ihnen verschiedene Formen des Autismus.

Autismus weist viele Formen und Bilder auf.

Es gibt

  • den Frühkindlichen Autismus
  • das Asperger-Syndrom
  • den Atypischen Autismus 
  • den High-Functioning-Autismus

Alle Formen des Autismus werden auch als Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bezeichnet.

Menschen mit ASS haben eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie nehmen ihre Welt anders wahr und haben Probleme im sozialen und kommunikativen Bereich. Dabei verläuft die Entwicklung bei jedem Menschen unterschiedlich, so dass sowohl die Schwierigkeiten als auch die Fähigkeiten, die durch den Autismus entstehen, ganz verschieden sein können.

Die Gefühlswelt anderer Menschen zu verstehen, Gesichtsausdrücke zu lesen und angemessen mit anderen in Kontakt zu treten, ist schwierig. Eine große Herausforderung stellt die Einordnung von Gehörtem oder Gesehenem in ein Gesamtbild dar. Inhalte werden anders verstanden, was ein gemeinsames Gespräch aber auch die Bearbeitung schulischer Aufgaben erschwert.

Manchmal ist die Entwicklung der Sprache verzögert oder bleibt ganz aus. Am Spiel mit Gleichaltrigen besteht nur wenig Interesse. Bevorzugt finden Beschäftigungen alleine und mit immer wiederkehrenden Themen oder Abläufen statt. Neue Situationen können überfordern und sogar Ängste auslösen. Darum werden sie abgewehrt.

Abwehrhandlungen können Rückzug, aber auch fremdverletzende oder selbstverletzende Verhaltensweisen sein. Dafür besteht mitunter ein hohes Fachwissen im Bereich der eigenen Spezialinteressen. Auch ist die visuelle Merkfähigkeit oft sehr gut und kleinste Details werden wahrgenommen.

Hier finden Sie eine nähere Erläuterung anhand des Filmes "Rain Man"

Wie kann Autismus festgestellt werden?

Ein Kind spielt mit einer Handpuppe. Eine andere Handpuppe kommt dazu.
Ein Spiel zu zweit? Das kann einer zu viel sein.

Beim Frühkindlichen Autismus zeigen sich erste Auffälligkeiten in der Kommunikation bereits im Säuglingsalter.

Ein Kinderarzt sollte eingeschaltet werden, wenn die Kinder

  • im Alter von 12 Monaten nicht "babbeln"
  • im Alter von 12 Monaten keine Gesten verwenden (kein Winken, kein Zeigen)
  • im Alter von 16 Monaten kein einziges Wort sprechen
  • im Alter von 24 Monaten nicht in Zwei-Wort-Sätzen sprechen
  • einen Sprachverlust erleiden und plötzlich verstummen

Beim Asperger-Syndrom sind erste alarmierende Symptome ab etwa dem 4. Lebensjahr zu erkennen.

Hier sollte ein Kinderarzt eingeschaltet werden, wenn das Kind

  • nur wenig Interesse am Spiel mit anderen Kindern hat
  • motorisch ungeschickt und unkoordiniert wirkt
  • eher eingeschränkte Interessen und Aktivitäten zeigt

Generell sollte immer der Kinderarzt hinzugezogen werden, wenn es Hinweise auf Entwicklungsschwierigkeiten gibt. Er sollte die Entwicklung des Kindes über die Vorsorgetermine hinaus im Auge behalten und es gegebenenfalls zu spezialisierten Ärzten (zum Beispiel im sozialpädiatrischen Zentrum) überweisen.

Um die entsprechende Hilfe und Unterstützung für das Kind zu bekommen, muss ein fachärztliches Gutachten vom Kinder- und Jugendpsychiater erstellt werden. Auch für die Förderung und Beratung im AutismusZentrum ist dieses notwendig.

Wie findet Beratung statt?

Ein Mitarbeiter zeigt in einer Broschüre die Möglichkeiten im AutismusZentrum.
Wir informieren und beraten Sie.

Autismus, in seinen vielfältigen Formen, kann für Kinder und Jugendliche sowie für Eltern, Geschwister und andere Bezugspersonen sehr belastend sein. Darum beraten wir sie, um im Alltag besser mit diesen Belastungen umgehen zu können und sie abzubauen. Bei der Beratung werden Eltern, Kindertagesstätten und Schulen immer mit einbezogen. Nur so können alle dem besonderen Verhalten des Kindes oder Jugendlichen gerecht werden.

In der Familie sollen sich ein gutes Miteinander sowie eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung entwickeln. Dafür ist die Mitarbeit der Eltern sehr wichtig. Gemeinsam werden Förderziele festgelegt und besprochen, wie diese erreicht werden können.

Auch mit dem weiteren Umfeld werden Strategien und Unterstützungsmöglichkeiten für ein besseres Miteinander erörtert. Mitunter geht es in der Beratung auch um das Verstehen, warum sich das Kind so verhält, wie es sich verhält, und um die eigene Hilflosigkeit, angemessen darauf zu reagieren.

Was geschieht in der Förderung?

Die Hände einer Mitarbeiterin nähern sich den Füßen eines Kindes.
Wir erkunden Grenzen.
Situationen aus dem Alltag werden sortiert. Gute Gefühle auf die grüne Seite, schlechte Gefühle auf die rote Seite.
Wir ordnen den Alltag. Was fühlt sich gut an?

Nach einer anfänglichen Beobachtungsphase zum gegenseitigen Kennenlernen wird gemeinsam mit den Eltern oder dem Jugendlichen selbst ein Förderplan mit Zielen aufgestellt.

Das bedeutet, gemeinsam wird überlegt, was, wie und wo erreicht werden soll. Die Förderung setzt dabei immer an den Stärken und Interessen an und unterstützt die Entwicklung. Die Kinder und Jugendlichen werden ermutigt, sich selbst besser kennenzulernen und sich mit den eigenen Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Sie sollen ihre Persönlichkeit frei entfalten können und ein positives Selbstwertgefühl entwickeln. Dabei findet zunächst eine Einzelförderung statt, an die bei Bedarf eine Gruppentherapie oder Fördersequenzen in einer Gruppe anschließen können.

Im Verhaltenstraining werden alltagsnahe Übungen und Rollenspiele eingeübt. Nach den Prinzipien der Wahrnehmungsförderung wird die sinnvolle und angemessene Auseinandersetzung mit der Umwelt angestrebt.

Soziale Kompetenzen und Alltagshandlungen werden unter anderem nach spieltherapeutischen Ansätzen gefördert. Auf welche der vielfältigen therapeutischen Methoden zurückgegriffen wird, ist abhängig vom Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen.

Ziel ist, Entwicklungsdefizite zu kompensieren und sich im häuslichen und schulischen Umfeld besser zurechzufinden. Jugendliche und junge Erwachsene werden besonders in ihren sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen gefördert, um ihnen ein möglichst hohes Maß an Selbständigkeit, sowie die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Wer bezahlt es?

Die Erstberatung im AutismusZentrum ist kostenfrei. Die weiteren Kosten werden in der Regel vom Sozialamt oder dem Jugendamt übernommen, wenn dort mit unserer Unterstützung ein Antrag gestellt wurde. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Förderung selbst zu bezahlen.

Wo finden Sie uns?

In Paderborn

In Warburg