Die Headline
Der Boom von Flachbild-Fernsehern, DVD-Recordern und anderen digitalen
Neuheiten beschert der Unterhaltungselektronik-Branche ein rasantes
Wachstum. Die Branche werde in diesem Jahr erstmals einen Umsatz von
mehr als 20 Milliarden Euro erreichen, sagte Hans-Joachim Kamp,
Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu), am
heutigen Donnerstag in Berlin. Die Internationale Funkausstellung (IFA)
in Berlin, der weltgrößte Branchentreff (2. bis 7. September),
profitiert von dem Generationenwechsel mit einer Rekordbeteiligung.
Die Verbraucher dürften sich angesichts des harten Wettbewerbs
insgesamt über sinkende Preisen freuen, meinte Kamp. Bei verbesserter
Technik seien die Preise in den vergangenen Monaten im Schnitt um 15
bis 20 Prozent gesunken. Treibende Kraft sei die Nachfrage nach flachen
TV-Bildschirmen, DVD-Recordern sowie digitalen Camcordern, Musikgeräten
und auch Handys. "Bildschirme mit Diagonalen bis zu 160 Zentimeter und
mehr sind auch als Großserien-Produkte keine Exoten mehr", betonte
Kamp, der auch Deutschlandchef von Philips ist. "Beflügelt von der
allseits spürbaren Digitalisierung und den neuen Displaytechnologien
geht die Branche also durchaus selbstbewusst und optimistisch zur
Funkausstellung."
Zur 45. IFA kommen 1189 Aussteller aus 40 Ländern in die Messehallen
unter dem Berliner Funkturm. Bei der IFA 2003 waren es 1034 Aussteller.
Zum ersten Mal ist der weltgrößte Chiphersteller Intel auf der IFA
dabei. "Gerade mit Ausstellern aus der IT-Branche, die sich erstmals
zur IFA bekennen, ebnen wir den Weg für die Herausforderungen der
digitalen Revolution", sagte Messegeschäftsführer Christian Göke.

